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Das Pferd REINER SPANISCHER RASSE P.R.E., stammt aus Südspanien, aus Andalusien.
Die Bezeichnung PURA RAZA ESPAŅOLA ( P.R.E. ) ist die einzige Bezeichnung, die offiziell benützt werden darf.
Das P.R.E. Pferd repräsentiert den Typ des barocken Pferdes in seiner reinsten Form.
Als Barockpferde werden alle diejenigen Pferderassen bezeichnet, die dem Typ des Reitpferdes zur Zeit des Barocks nahe stehen oder aus diesem Typ entstanden sind.
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Entscheidender Begründer der barocken Pferderassen war das Spanische Pferd, da es im 17. und 18. Jahrhundert als Vererber und Veredler in ganz Europa eingesetzt wurde.
Die Königshöfe von Österreich, Dänemark, Frankreich und England importierten Pferde Reiner Spanischer Rasse und verwendeten sie als Zuchtbasis für eigene, neue Pferderassen oder eben als Veredler der bodenständigen Rassen. Auf diese Weise entstand der Fredriksborger in Dänemark und der Kladruber im damaligen Kaiserreich Österreich in Böhmen. Mit einer grossen Schiffsladung reinrassiger Andalusier wurde in Lipizza der Grundstein für die noch heute weltberühmte Lipizzanerzucht gelegt. Als am Anfang des 18. Jahrhunderts die Spanische Hofreitschule fertiggestellt war, waren die Lipizzaner längst als eigenständige Rasse etabliert, als Träger der höfisch-österreichischen Reitkultur.
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Besonders beliebt bei den Herrschern der Barockzeit:
Pose auf Pferden Spanischer Herkunft in Lektionen der Hohen Schule.
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Wir finden spanisches Blut in: KLADRUBERN, LIPIZZANERN, FREDRIKSBORGER und NEAPOLITANERN (in allen Barockrassen), sowie an den Süd- und Nordamerikanischen Pferderassen waren spanische Pferde beteiligt. Auch an der Entstehung des Englischen Vollblüters hatten spanische Pferde ihren Anteil. Nach den Verzeichnissen des Herzogs von Newcastle waren die berühmten ROYAL MARES in Spanien erworben worden. Ebenso finden wir spanisches Blut in den meisten modernen Rassen (Holsteiner, Oldenburger etc.).
Viele berühmte Herrscher besassen ein Pferd spanischer Herkunft, so zum Beispiel schon in der Antike der Römer CALIGULA, später auch RICHARD LÖWENHERZ ebenso wie FRIDRICH DER GROSSE und NAPOLEON. Im späten Mittelalter blühte die spanische Pferdezucht. Es war hochgeschätzt als Kriegspferd. Die schweren Rüstungen verschwanden und die schweren Pferde waren den leichteren wendigen spanischen Pferden unterlegen, die in der Folge in ganz Europa in die wuchtigen Pferderassen eingekreuzt wurden.
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Die verschieden Linien und Typen
Viele adelige Familien gingen der Pferdezucht nach. Einen einheitlichen Typ gab es nicht. Die Familien züchteten nach ihren Vorstellungen und Bedürfnissen. Im Laufe der Jahre entstanden so viele verschiedene Linien, die jeweils nach dem Familiennamen der Züchter benannt wurden. Ganz bedeutende Linien waren zum Beispiel die VALEZUELAS, GUZMANES und die ZAMORANOS.
Diese Linienzucht findet teilweise auch noch heute statt. Zum Beispiel bei:
CARDENAS, ESCALERA, LOVERA, GUARDIOLA, YEGUADA MILITAR, CANDAU, sowie bei den grösseren sogenannten CARTUJANO Zuchtstätten wie: EXPASA, SALVATIERRA, CUETARA und LAS
LUMBRERAS.
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Die CARTUJANO Zucht
Zurückzuführen ist diese Zucht auf das Kartäuserkloster bei Jerez ( LA CARTUJA ), sie besassen um das Jahr 1700 über 700 Pferde. Die Mönche des 1476 gegründeten Klosters hatten durch ihre Erfahrung grossen Einfluss auf die Züchter des Landes. Als im 17. Jahrhundert mit der Einkreuzung von Fremdblut von leistungsfähigeren Arbeitspferden wie Neapolitaner, norwegische Hengste etc. experimentiert wurde, waren es die Kartäusermönche, die diese Verordnung ausser acht liessen und rein weiterzüchteten.
Die CARTUJANOZUCHT ist die einzige Zucht, die sich bis ins 15. Jahrhundert zurückführen lässt. Im Jahre 1835 wurde die Klosterzucht aufgelöst und an den Staat sowie an ausgewählte Züchter weitergegeben. In vielen heutigen Zuchtlinien fliess Cartujanoblut. Der Name CARTUJANO ist jedoch denjenigen Linien vorbehalten,
die direkt auf die CARTUJA von Jerez zurückgehen.
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Die Qualitäten des PRE-Pferdes
Die Zuchtziele und damit die Zuchtwahl variierte über die Jahrhunderte. Vergleicht man historische Gemälde aus dem 15. Jahrhundert mit Fotografien unseres Jahrhunderts, so erkennt man, dass zwischen der Funktionalität der Pferde von damals und heute nur wenig Gemeinsamkeiten zu finden sind. Seit ca. 30 Jahren wird wieder vermehrt auf den kurzen, gut bemuskelten Rücken und eine gerade Oberlinie Wert gelegt, mit nicht allzu hohem Halsansatz.
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Dieses Zuchtziel brachte einen elastischeren Pferdetyp hervor, der mit weniger hoher Knieaktion und daher deutlich stärkerem Raumgriff und auch stark verbesserter Hinterhandtätigkeit eher dem Reitpferdetyp der klassischen Schule
entspricht. Die Ausbildung der Hinterhand ist für die Reitqualität sehr wichtig.
Der Körperbau des PRE Pferdes befähigt sie zum erlernen des gesamten Repertoires der Hohen Schule. Galopp-Pirouetten,
Piaffe, Passage, Levade und auch die wohl bekannten Schulsprünge wie Courbette und Kapriole. Ebenso eignet sich das Spanische Pferd vor der Kutsche.
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