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Morphologie

Der Standart des Pferdes der Reinen Spanischer Rasse 

 
Charakteristischer Rassendurchschnitt Henste Stuten
Min. Widerristhöhe 1.52 1.50
Min. Brusthöhe 0.66 0.65
Höhe des unteren Brustbeinknochens 0.82 0.80
Schulterblatt-Sitzbein Länge 1.54 1.53
Brustbreite 0.40 0.40
Brustumfang 1.80 1.81
Knieumfang 0.33 0.31
Min. Umfang Röhrbein 0,19 0.19

Angepasst an allgemeine Regeln eines Eintragungsregister für Pferderassen, unterliegen die Exemplare der Reinen Spanischen Rasse speziellen Normen, die nachstehend aufgeführt werden.


  • Definition

    Reinrassige Pferde der Reinen Spanischen Rasse sind diejenigen, deren Eltern im Stutbuch ihrer Rasse als Zuchtpferde eingetragen sind.

  • Prototyp

    Allgemeine morphologische Merkmale: Ebenmässiger Typ, mittlere oder kurzlinige Form und gerades oder subkonvexes Profil, von ausgeglichener Gestalt und bemerkenswerter allgemeiner Harmonie. Bestechende Gänge, energisch, kadenziert und geschmeidig, von beachtlicher Erhabenheit und ausgeprägter Fähigkeit zur Versammlung.

  • Regionale morphologische Merkmale

    Kopf von mittlerer Länge und rechteckig, trocken, Nasen-Stirn-Profil gerade oder subkonvex in seinen verschiedenen Abstufungen. Ohren von mittleren Proportion, gut platziert, getrennt, leicht auseinanderlaufend und sehr beweglich. Breite Stirn, leicht gewölbt, von der Seite betrachtet subkonvex oder flach. Lebhafte Augen und wacher Blick, ovale Form, Bögen der Augenhöhlen sanft oder halb verwischt. Gesicht gerade oder leicht konvex, etwas schmal und trocken. Nasenumrisse sanft und gebogen, in einer leichten Verschmälerung endend. Nüstern weit offen und nicht hervorstehend. Breite Kiefer, muskulös, mit einem langen, sanft gebogenen Kieferrand. Hals leicht gebogen und von mittlerer Länge. Mähne kräftig und reichlich. Rumpf proportioniert und robust. Widerrist breit und betont. Rücken muskulös und zweckmässig ausgerichtet, Lenden kurz und breit, horizontal oder etwas gebogen, harmonische Verbindung vom Rücken zur Kruppe. Kruppe von mittlerer Länge und Breite, rund und leicht abfallend, tiefer Schweifansatz, in der Bewegung anliegend. Schweif mit langem dichtem Haar.

  • Gliedmassen

    Die Vorgliedmassen: Schulter muskulös und schräg. Oberarm harmonisch geneigt und kräftig, Unterarm stark und gut ausgerichtet, Karpalgelenk gut ausgebildet und trocken. Röhrbein von proportionierter Länge und trockene Sehnen. Fesselkopf trocken und hervorgehoben, Fesseln nicht zu lang, sehr elastisch, aber nicht extrem. Hufe kompakt, von ebenmässigem Umfang.

    Bei den hinteren Gliedmassen:  Oberschenkel und Hinterbacke muskulös. Unterschenkel lang, Sprunggelenke kräftig, ausgedehnt und sauber. Die übrigen Regionen unterhalb der Kniegelenke zeigen die gleichen Merkmale, wie bei den vorderen Extremitäten angeführten. Korrektes Ausfussen.


  • Fell

    Es dominieren Schimmel und Braune, zulässig sind noch andere Farben, mit Ausnahme von Füchsen und Schecken.

  • Allgemeine Harmonie und Körpergrösse

    In ihrer körperlichen Gesamtheit stellen die Exemplare der Reinen Spanischen Rasse Tiere von grosser Schönheit und ausgewogenem Körperbau dar, gleich welches Alters sie sind. Zur Feststellung der Grösse wird die Höhe des Widerristes gemessen, der mit 3 Jahren mindestens 1,52m bei Stuten betragen soll.

  • Funktionelle Merkmale Bewegungen

    Agil, erhaben, ausgreifend, harmonisch und taktmässig. Grosses Talent in der Ausbildung sowie eine spezielle Veranlagung zur Versammlung und den Drehungen über die Hinterhand. Eine Pferderasse, die einen natürlichen Gehorsam besitzt, ein überaus weiches Maul hat, das ihre Fügsamkeit begründet, und die von aussergewöhnlicher Bequemlichkeit ist.

  • Konstitutionelle Merkmale

    Pferde der Spanischen Rasse sind besonnen und widerstandsfähig, ergeben und energisch, edel und fügsam. Sie zeigen eine schnelle und enge Bindung zu dem Reiter auf.

  • Fähigkeiten

    Pferde der Spanischen Rasse eignen sich in erster Linie für die Arbeit unter dem Sattel, mit grossem Talent zur Ausbildung für die Hohe Schule, den berittenen Stierkampf, die Jagd, Anspannungen für leichten Wagen und eine besondere Fähigkeit zum Manövrieren von grossen Rinderherden.

  • Fehler

    Unabhängig von allgemeinen Fehlern, die grundsätzlich bei Pferden auftreten können, und hier nicht gesondert aufgeführt werden, gelten für die Pferde der Reinen Spanischen Rasse besondere Merkmale, deren Bewertung in Abhängigkeit von ihrer Ausprägung vorgenommen wird.

  • Regionale Fehler

    Übermässig grosser Kopf, grosse Ohren, extrem nach innen gebogene Ohrspitzen, von ungewöhnlicher Beweglichkeit. Stirn übermässig breit und flach von der Seite her gesehen.
    Hervortretende Augenhöhlen und heraustretende oder runde Augen. Nase viereckig und breit, runde Nüstern. Breiter und vom Profil her gekrümmter Kiefer. Zu kurzer Hals, von niedrigem Ansatz oder kompakt beim Auslaufen zum Kopf hin. Das Vorkommen von Wackelhals oder Kipphals und des sogenanntes Hirschhalses sind die Gründe zur uneingeschränkten Disqualifizierung. Rumpf schmal und wenig tief. Widerrist niedrig oder nicht hervortretend. Zu tiefer Rücken und/oder Karpfenrücken, zu schwach bemuskelt. Brust schmal und vor allem eingesunken. Rippen in ihrem oberen Drittel flach oder übermässig gebogen. Kruppe zu stark abfallende oder horizontale, geteilte oder unebene Kruppe. Hohe oder zückversetzte Hüfthöcker, Oberlinie nicht fortlaufend. Schweif mit hohem Ansatz und wenig anliegend. Unkorrekte Stellung, speziell in der Fusswurzelgegend. Fesseln zu lang oder übermässig kurz und vertikal.

  • Bewegungen

    Wenig erhaben, unregelmässig, Campaneo.

 

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